Batteriespeicher schaffen dafür die notwendige Kapazität. Ein intelligentes Energie-Management-System entscheidet, wann Energie gespeichert, genutzt oder ins Netz abgegeben wird. eSpectrum bringt beides zusammen – und begleitet Unternehmen, Energieversorger und Infrastrukturbetriebe von der Machbarkeitsstudie über die individuelle Planung bis zur Umsetzung und zum Service. [1,2]
Europa: Flexibilität wird zum Erfolgsfaktor
Der «EU Battery Storage Market Review 2025» von SolarPower Europe zeigt die wachsende Bedeutung der Technologie: In der EU wurden 2025 rund 27,1 GWh neue Batteriespeicherkapazität installiert – 45 Prozent mehr als im Vorjahr. Erstmals entfiel mit 55 Prozent der grösste Anteil der neu installierten Kapazität auf Grossspeicher.[3,4]
Der Ausbau reagiert auf eine zentrale Herausforderung des Stromsystems: Viel Solar- und Windstrom trifft zeitweise auf eine zu geringe oder zu wenig flexible Nachfrage. Nach Angaben der deutschen Bundesnetzagentur wurden 2025 insgesamt 573 Stunden mit negativen Börsenstrompreisen registriert – ein neuer Höchstwert.[5,6]
Erneuerbare Energie ist dabei nicht das Problem. Entscheidend ist, sie bedarfsgerecht nutzbar zu machen. Batteriespeicher können Überschüsse aufnehmen, Lasten zeitlich verschieben und Energie dann bereitstellen, wenn sie am Standort, im Netz oder am Markt benötigt wird.
Schweiz: Vom Wachstum zur Anwendung
Auch in der Schweiz gewinnt die Energiespeicherung deutlich an Bedeutung. Der «Batteriemonitor Schweiz 2026» von Swissolar weist für Ende 2025 rund 1,5 GWh Speicherkapazität hinter dem Netzanschlusspunkt aus. Bis Ende 2026 dürfte diese Kapazität laut Swissolar auf 2,5 GWh steigen.[7]
Diese sogenannten Behind-the-meter-Speicher kommen direkt bei Gebäuden, Unternehmen oder Energieanlagen zum Einsatz. Dort lassen sich PV-Erzeugung, Verbrauch, Ladeinfrastruktur und weitere Energieflüsse gemeinsam optimieren. Die steigenden Installationszahlen zeigen, dass die Technologie in der Anwendung angekommen ist – ihr Potenzial ist für viele Unternehmen jedoch noch längst nicht ausgeschöpft.
Parallel dazu wächst die Bedeutung grosser Netzspeicher. Gemäss dem «Batteriemonitor Schweiz 2026» von Swissolar sind mindestens 135 MWh Front-of-the-meter-Speicher in Betrieb; bis 2030 sind rund 4,2 GWh Netzspeicherkapazität geplant. Diese Anlagen übernehmen andere Aufgaben: Sie stellen unter anderem Flexibilität für das Stromsystem bereit und können zur Netzstabilität beitragen.[7]
Beide Entwicklungen gehören zusammen: Netzspeicher unterstützen das Gesamtsystem, während Speicher hinter dem Netzanschlusspunkt konkrete betriebliche und wirtschaftliche Mehrwerte für Unternehmen erschliessen. Damit dieses Wachstum erfolgreich auf weitere Standorte und Branchen übertragen werden kann, braucht es passende Planung, intelligente Steuerung und eine verlässliche Umsetzung.
Mehr als Speichertechnologie
Ein Batteriespeicher allein schafft noch keinen wirtschaftlichen Anwendungsfall. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Erzeugung, Lastprofil, Netzanschluss, Speicherdimensionierung und Betriebsstrategie. Das Energie-Management-System koordiniert diese Komponenten und priorisiert den Energieeinsatz nach den Zielen des jeweiligen Standorts.
Je nach Ausgangslage ergeben sich unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten:
- Eigenverbrauch optimieren: Überschüssigen Solarstrom speichern und später im Betrieb nutzen.
- Lastspitzen reduzieren: Kurzzeitige Leistungsspitzen abfedern und dadurch leistungsabhängige Netzkosten optimieren.
- Ladeinfrastruktur integrieren: Ladeleistung für E-Fahrzeuge flexibel mit PV-Erzeugung, Speicher und verfügbarer Anschlussleistung abstimmen.
- Versorgungssicherheit erhöhen: Kritische Prozesse in ein geeignetes Resilienz- oder Notstromkonzept einbinden.
- Flexibilität vermarkten: Technisch geeignete Speicher für Regelenergie und weitere Marktmodelle vorbereiten.
Das Bundesamt für Energie hält in seiner Publikation «Energiesysteme im Unternehmenskontext» fest, dass Speichersysteme PV-Überschüsse aufnehmen, Lastspitzen reduzieren und flexibel Leistung für das Laden von Elektrofahrzeugen bereitstellen können. Besonders im Zusammenspiel mit Ladeinfrastruktur und Energiemanagement entstehen für Unternehmen wirtschaftliche Vorteile.
Neue Möglichkeiten im Energiemarkt
Auch die regulatorischen Rahmenbedingungen entwickeln sich weiter. Wie aus den Erläuterungen des Bundes zum neuen Energierecht hervorgeht, gelten seit 2026 unter anderem neue Bestimmungen zur Nutzung von Flexibilität und zur Rückerstattung von Netznutzungsentgelten für bestimmte Speicheranwendungen.
Auch Swissgrid entwickelt den Regelenergiemarkt weiter: Gemäss ihrer Medienmitteilung vom Januar 2026 wird die Mindestangebotsmenge von 5 auf 1 MW gesenkt. Dadurch können kleinere Anlagen und neue Technologien leichter Zugang erhalten – einzeln oder gebündelt über geeignete Vermarktungsmodelle. Technische Anforderungen, Präqualifikation und eine abgestimmte Betriebsstrategie bleiben dabei entscheidend.
Damit entstehen zusätzliche Möglichkeiten, einen Speicher nicht nur für einen einzelnen Zweck zu nutzen. Ein intelligentes Betriebsmodell kann verschiedene Anwendungen verbinden – beispielsweise Eigenverbrauchsoptimierung, Peak Shaving, Ladeinfrastruktur und die Bereitstellung von Flexibilität. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt vom Standort, vom Lastprofil und von den technischen sowie regulatorischen Voraussetzungen ab.
eSpectrum: Vom Potenzial zur Umsetzung
Der Speichermarkt wächst. Die entscheidende Aufgabe besteht nun darin, die Technologie für mehr Unternehmen konkret nutzbar zu machen.
eSpectrum versteht Batteriespeicher deshalb nicht als isoliertes Produkt, sondern als Teil eines integrierten Energiesystems. Im Zentrum steht eine Lösung, die technisch funktioniert, wirtschaftlich nachvollziehbar ist und zum jeweiligen Standort passt:
- Potenziale und Anforderungen analysieren
- Machbarkeit und mögliche Betriebsmodelle bewerten
- Speicher und Energiemanagement passend auslegen
- Netzanschluss, PV, Verbraucher und Ladeinfrastruktur integrieren
- Anlage realisieren, in Betrieb nehmen und im Betrieb begleiten
Ob einzelner Gewerbestandort, Industrieareal, Logistikbetrieb, Energieversorger oder Grossspeicherprojekt: Entscheidend ist nicht die Grösse, sondern das Potenzial. eSpectrum begleitet den gesamten Weg von der ersten Machbarkeitsabklärung bis zur umgesetzten und betreuten Speicher- und Energiemanagementlösung.
Sie möchten wissen, was sich an Ihrem Standort technisch umsetzen lässt und wirtschaftlich rechnet? Sprechen Sie mit uns direkt über Ihr Vorhaben.
Quellen
- Jahresbericht 2025 für die Statistik Sonnenergie
- PV deckt knapp 14% des Schweizer Elektrizitätsverbrauchs
- EU Battery Storage Market Review 2025 - SolarPower Europe
- New report: EU installs 27.1 GWh of new batteries in 2025 as
- Negative Strompreise – Fakten und Statistiken - BHKW-Infozentrum
- Negative Strompreise: Wie sie entstehen und was sie bedeuten
- Batteriemonitor Schweiz 2026: Batteriespeicher gewinnen stark an
